Passionssonntag in der Pallottinerkirche

Am Passionssonntag, dem fünften Sonntag der österlichen Bußzeit („Judica“), werden in den Kirchen die Kreuze verhüllt.

Am Passionssonntag, dem fünften Sonntag der österlichen Bußzeit („Judica“), werden in den Kirchen die Kreuze verhüllt. Damit soll angedeutet werden, dass Jesus bis zu seinem Einzug in Jerusalem nicht mehr öffentlich aufgetreten ist. Die folgenden Tage sind Tage der Zurückgezogenheit, über denen eine große Wehmut liegt. Es sind Tage des Gebets und der Stille. Mit dem Passionssonntag beginnt das Leiden des Herrn.

Der Komponist der modernen Romantik, Max Reger (1873-1916), hat für die Feier der Liturgie sechs Orgelwerke, Opus 145, darunter die „Passion“, geschrieben. Sie wird am Passionssonntag, 22. März 2026, 9:30 Uhr, die musikalische Form der Predigt (Homilie) während des Konventamtes sein und von Frank Sittel an der Orgel erklingen. Das verhüllte Kreuz am Passionssonntag erinnert an die Tränen Jesu über Jerusalem und die ganze Welt. Das Kreuz möchte auch daran erinnern, dass wir Christus im anderen sehen, denn da ist er verborgen gegenwärtig.

Am Karfreitag erfolgt die Enthüllung des Kreuzes. Das Kreuz wird verehrt, das Schandholz wird zum Siegeszeichen.
 

Frank Sittel

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