Weihnachten mit dem Bischof
So beginnt das Weihnachtsfest besonders für Familien mit Kindern mit einer Messe. Der Gottesdienst begann traditionell mit dem Martyrologium, der gesungenen Festankündigung durch Leonhard Höhler als Kantor und Organist: „Die Geburt unseres Herrn Jesus Christus im Fleische“ wird angekündigt und mit der Menschheits- und Heilsgeschichte in einen Zusammenhang gestellt.
In diesem Jahr erlebten die Gläubigen aus Nah und Fern eine Überraschung, als danach unerwartet Bischof Georg Bätzing mit vielen Messdienern zu den feierlichen Klängen der Orgel in die Kirche einzog.
Bischof Georg zeigte sich sehr erfreut, mit einer so großen Festgemeinde den Heiligen Abend feiern zu können. Die Texte der Jesaja-Lesung, die viele Jahrhunderte vor Christi Geburt das Volk Israel auf das Kommen des Erlösers vorbereiten sowie der Apostel Paulus in der zweiten Lesung, der die Geburt Jesu schon mit dem österlichen Blick sieht, bereiten inhaltlich auf das Weihnachtsgeschehen vor. So ist das Evangelium nach Lukas nochmal in einen besonderen Zusammenhang über die Jahrhunderte gestellt. Besonders feierlich wurde das Evangelium vom Bischof im Jesaja-Ton (wird nur für das Weihnachtsevangelium verwendet) gesungen verkündet.
In einer feierlichen Prozession mit Weihrauch und Kerzen, zum Gesang von „O du fröhliche“ brachte der Bischof nach dem Evangelium die Figur des Jesus-Kindes zur Krippe und legte sie an ihren traditionellen Platz in der Futterkrippe.
In seiner Predigt betonte der Bischof die Bedeutung der Menschwerdung Christi als Gegensatz zum Streben nach Macht über andere, wie wir es tagtäglich in unserer Umwelt erfahren. Gerade das Lächeln des kleinen Kindes in der Krippe sendet seine eigene Botschaft seit über 2000 Jahren vom Frieden in die Welt. Der Bischof lud ein, sich immer wieder auf diese Botschaft einzulassen.
Zum Vater unser waren dann alle anwesenden Kinder eingeladen, sich gemeinsam mit dem Bischof um den Altar als Tisch des Herrn zu versammeln und das Gebet zu sprechen, dass Jesus selbst uns geschenkt hat. Nach dem Friedensgruß sandte der Bischof die Kinder dann in die ganze Kirche, um allen anwesenden Gläubigen den weihnachtlichen Frieden zu wünschen. Die Kinder kamen diesem Wunsch des Bischofs gerne nach und verteilten den Friedensgruß bis zur letzten vollbesetzten Reihe in der Pallottinerkirche.
Den festlichen Weihnachtssegen verband der Bischof mit dem Wunsch, besonders denjenigen den Segen Gottes zu übermitteln und zu grüßen, die nicht an einem Weihnachtsgottesdienst teilnehmen können.
Zum Schluss wurden (fast) alle Lichter gelöscht und die ganze Gemeinde war bei drei Strophen „Stille Nacht“ mit den Hirten auf dem Feld von Bethlehem vereint in der Freude und dem Staunen über die Geburt des Herrn. Bischof Georg zog mit den Messdienern feierlich durch den Mittelgang aus und blieb dann am Ausgang stehen, um möglichst viele Gläubige persönlich verabschieden zu können. Diese Gelegenheit nutzen viele der Gottesdienstbesucher zu einem kurzen Gespräch.
So wird der Gottesdienst am Heiligen Abend 2025 mit Bischof Georg vielen in besonderer Erinnerung bleiben.